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23.07.2009

agens veröffentlicht Trendumfrage zum Sourcing in der Versicherungsbranche

Seit Jahrzehnten lagert die Autoindustrie Teilprozesse oder ganze Prozessketten an spezialisierte Betriebe aus (Sourcing). Mit der so reduzierten Fertigungstiefe steigen Profitabilität und Flexibilität, verkürzt die Branche ihr Time to Market.

Mit zunehmendem Kostendruck und steigenden Kundenanforderungen findet diese strategische Option nun auch in der Assekuranz immer mehr Befürworter. Eine deutliche Mehrheit (94 %) der von agens Consulting im Frühjahr 2009 befragten Führungskräfte in den Versicherungsunternehmen würde sich für einen externen Leistungsbezug entscheiden, wenn dieser für das eigene Unternehmen wirtschaftlich günstiger ist als eine interne Lösung.

Zu den wichtigsten Motiven für eine Auslagerung betrieblicher Funktionen und Aufgaben an Dritte bzw. für einen externen Leistungsbezug zählen die Verschlankung der eigenen Verwaltungsstrukturen (75 %), die Administration von Alt- und Sonderbeständen (62,5 %) und geringere Komplexität der Servicestrukturen (59,4 %).

Bernhard Achter, Geschäftsführer der agens Consulting: "Die besten Sourcing-Möglichkeiten sehen die Befragten offenbar im Bereich der Versicherungsprodukte." Gut jeder dritte befragte Entscheider (37 %) schätzt den Bedarf, von spezialisierten Versicherern Produkte zu beziehen, als "hoch bis sehr hoch". Dabei stehen die Abrundung der eigenen Produktpalette, Kostensenkungen, der Aufbau neuer Geschäftsmodelle und eine Beschleunigung der Time to Market an oberster Stelle der Prioritätenskala. So können sich knapp 60 % der Führungskräfte gut vorstellen, bestimmte Produktgruppen in die Verantwortung von externen Spezialisten zu geben. Wobei der Bereich Komposit noch die besten Chancen hat. 59,4 % bezeichnen diese Produktgruppe als primär auslagerungsfähig. "Die Auslagerung von Produkten ist für die Führungskräfte offenbar weniger problembehaftet als beispielsweise operative Prozesse an Dritte zu geben", ergänzt Bettina Ladegast, Leiterin der agens Studie das Ergebnis.

Die wichtigsten Treiber für das Produkt-Sourcing sind erwartete Kostenspareffekte. Diesen Aspekt nannte eine deutliche Mehrheit von 84,4 %. Damit dürften spezialisierte Versicherungsfabriken, die mit hoher Effizienz eine große Anzahl einheitlicher Policen bereitstellen und diese vom Inkasso bis hin zur Schadensabwicklung begleiten, gute Geschäftsaussichten haben. (Pressemitteilung der agens Consulting)

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