Startseite > Rechtsschutz > News > Advocard Rechtsschutzversicherung: Äußerungen auf Online-Plattformen können ernste Konsequenzen haben
Startseite > Euro > News > Advocard Rechtsschutzversicherung: Äußerungen auf Online-Plattformen können ernste Konsequenzen haben
16.07.2010

Advocard Rechtsschutzversicherung: Äußerungen auf Online-Plattformen können ernste Konsequenzen haben

Social Networks liegen voll im Trend: Allein Facebook ist für mehr als 400 Millionen Menschen weltweit die erste Wahl, um das Privatleben mit Freunden, Bekannten, aber auch mit Fremden zu teilen. Viele User haben das Gefühl, das Internet wäre eine große Familie – doch der Schein trügt.

Denn auch der eigene Chef oder der Personaler während des Bewerbungsprozesses rufen die Nutzerprofile ab. Dort lassen sich beispielsweise Urlaubserinnerungen, Beziehungsstatus oder Äußerungen zu Beruf und Freizeit einsehen. Daher ist Vorsicht geboten: Nicht jeder Kommentar ist erwünscht und nicht jedes Partyfoto für die Augen der Öffentlichkeit gedacht. Aber wie kann man sich wehren, wenn nicht nur die Freunde über den virtuellen Exhibitionismus lachen, sondern die eigene Karriere in Gefahr gerät? Inzwischen haben die ersten Fälle sogar die deutsche Justiz erreicht. Der Hamburger Rechtsschutzversicherer Advocard gibt Tipps, wann Internetnutzer das Recht auf ihrer Seite haben.

Privatleben auf dem Präsentierteller

Das Internet ist ein Glashaus, der Nutzer sollte daher nicht mit Steinen werfen. Besonders aufpassen müssen Mitglieder von Social Networks bei ihren Statusmeldungen und Kommentaren, wenn diese den Chef oder das eigene Unternehmen betreffen. Denn der Grat zwischen freier Meinungsäußerung und übler Nachrede ist schmal und nicht selten muss ein Gericht entscheiden. So urteilte das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg (Az.: 2 Sa 59/09) zugunsten eines Arbeitnehmers, der im Internet seinem Unternehmen eine verschärfte Ausbeutung“ vorwarf. Das Gericht befand die darauffolgende Kündigung für rechtswidrig. Es begründete das Urteil damit, dass die Aussage des Klägers vom Grundrecht der freien Meinungsäußerung gedeckt sei und keine persönliche Beleidigung darstelle oder die arbeitsvertragliche Rücksichtnahmepflicht verletze. Ganz anders sah das Arbeitsgericht Frankfurt am Main (Az.: 22 Ca 2474/06) einen Fall, in dem zum Nachteil einer Community-Nutzerin entschieden wurde, die ihre Firma als Sklavenbetrieb“ und diverse Mitarbeiter als Idioten“ bezeichnet hatte.

Das Gericht bewertete die Äußerungen als herabsetzende Schmähkritik und somit als strafbare, üble Nachrede, die das Vertrauensverhältnis zum Arbeitgeber nachhaltig zerstört habe. Sollte ein User im Eifer des Gefechts mit seinen Aussagen bei Facebook, StudiVz, MySpace oder an anderer Stelle im Internet über die Stränge geschlagen haben, rät die Advocard Rechtsexpertin Anja-Mareen Decker, mit einem Anwalt für Medien- und Internetrecht zu besprechen, welche Konsequenzen drohen und wie diese noch abgewendet werden können.

Fehltritt im Netz – Kündigung per Post

Was für Facebook gilt, stimmt auch bei Twitter: Nachrichten sind schneller geschrieben und veröffentlicht, als man Micro-Blogging-Dienst sagen kann.

Doch nicht nur Freunde lesen mit. Enthält eine Twitter-Botschaft Pikantes wie Firmeninterna, kann Tags darauf schon die berechtigte fristlose Kündigung ins Haus flattern, wie ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin bestätigt (Az.: 16 Sa 545/03). So ernste Konsequenzen Äußerungen bei Facebook und Twitter in Deutschland auch haben können, kennt Rechtsexpertin Decker im Ausland sogar noch abenteuerlichere Fälle: In Kanada wurde einer Mitarbeiterin per Facebook-Nachricht gekündigt, da der Arbeitgeber dies als schnellsten Benachrichtigungsweg sah. In Deutschland ist diese Vorgehensweise allerdings nicht zulässig. Laut §623 BGB reicht die elektronische Form der Kündigung nicht aus, diese muss schriftlich per Brief erfolgen.“

Pressemitteilung der Advocard Rechtsschutzversicherung

Empfehlung - Tagesgeld

# Anbieter Produkt Zinssatz
1 MoneYou Tagesgeld 2,75%
2 Barclays Bank LeitzinsPlus 2,75%
3 VTB Direktbank Tagesgeld 2,70%

Tagesgeld vergleichen!

Wer zahlt nach dem Foul? - Versicherungen im Freizeitfußball

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist Geschichte. Neben spannenden Spielen und geselligen Abenden bietet ein solches Ereignis für viele Fans auch den Anlass, sich selbst wieder mehr zu b ... weiter

Umzug: Tipps zu Versicherungen und Steuern

Umzug: Tipps zu Versicherungen und Steuern Endlich ist er da! Der Frühling ist nicht nur eine beliebte Jahreszeit für den Frühjahrsputz sondern auch für einen Wohnungswechsel. Wenn nur der lästige Umzug nicht wäre. Wie Sie g ... weiter

Produkttests

Im Test: Die Kfz-Versicherung der AllSecur mit Marten
Es ist Herbst in Deutschland und auf den Straßen treibt ein finsterer Gesell sein Unwesen. Die Opfer: Ahnungslose Autos. Denn ganz egal, ob Hagelschaden, Blechschaden oder Diebstahl: Marder Marten hat seine Finger im Spiel. Sein Gegner ist die Kfz-Versicherungsmarke AllSecur. Ob diese auch im richtigen Leben die Oberhand behält, verraten wir Ihnen in unserem Produkttest der Kfz-Versicherung. mehr...

Im Test: Der Direktkredit der SWK Bank
Bei der SWK Bank kann man einen Ratenkredit direkt online bestellen. Innerhalb von 30 Sekunden soll man dabei eine Antwort erhalten, ob man zwischen 1.000 und 50.000 Euro als Kreditsumme erhalten kann. Das Geld würde dann innerhalb von zwei Arbeitstagen auf dem Konto des Antragsstellers sein. Ob sich das Angebot lohnt, erfahren Sie in unserem Produkttest des Direktkredits der SWK Bank. mehr...

Im Test: Das Festgeld der GarantiBank
Bringen vierblättrige Kleeblätter auch Bankkunden Glück? Die Garantibank versucht es auf jeden Fall und setzt den vermeintlichen Glücksbringer nicht nur in ihr eigenes Logo. Auch im Namen der Festgeldanlage findet sich das Kleeblatt wieder. Ob Sie sich bei dieser Geldanlage nur auf ihr Glück verlassen sollten, erfahren Sie in unserem Test des Kleeblatt-Festgeld-Kontos. mehr...

Im Test: Das Top-Zinskonto der Norisbank
Die Norisbank ist eine Tochter der Deutschen Bank und bezeichnet sich selbst als "ersten Qualitätsdiscounter im deutschen Bankenmarkt." Jetzt hat die Norisbank ihren Tagesgeld-Aktionszins noch einmal erhöht. Wir haben uns das Top-Zinskonto der Norisbank genauer angesehen. Ist der Name Programm? Die Antwort auf diese Frage lesen Sie hier in unserem Produkttest. mehr...

Im Test: Das Tagesgeldkonto der Targobank
Die Bäume blühen, die Zinsen steigen. Ist das der Frühling oder das Ende der Sparerkrise? Vielleicht beides. Einige Tagesgeldanbieter schrauben ihre Zinsen sachte nach oben. Zum Beispiel die Targobank. Wir haben uns das Tagesgeldangebot der Targobank einmal genauer angesehen. Unsere Erkenntnisse lesen Sie hier. mehr...

Finanz-Newsletter

Melden Sie sich für den Gratis-Newsletter von forium an!

Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und bin damit einverstanden.

Ihr Abonnement können Sie entweder auf der Abmeldeseite oder in jedem Newsletter mit einem Klick beenden.