Der Absatz von "Riester"-Fondsverträgen verläuft weiterhin enttäuschend. Im Gegensatz dazu ist die Anlage von vermögenswirksamen Leistungen (VL) in weiterhin sehr beliebt. Rund 5,5 Millionen Arbeitnehmer nutzen diese geförderte Sparform, so dass das in VL-Fonds verwaltete Vermögen Ende Juni 2004 mit 7,3 Milliarden Euro ein Rekordniveau erreichte.
Nach Angaben des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. hat sich der Gesamtwert der VL-Depots in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt (30. Juni 1999: 3,8 Milliarden Euro). Durch das VL-Sparen in mehreren, nacheinander folgenden Verträgen können Arbeitnehmer ein beträchtliches Vermögen aufbauen - und das quasi zum Nulltarif.
Wer in den vergangenen 31 Jahren (fünf VL-Verträge plus ein Jahr Wartezeit; Stand 31. Dezember 2003) die vom Arbeitgeber gezahlten Leistungen in deutsche Aktienfonds-
Sparpläne investierte, verfügte im Schnitt über ein Vermögen von 62.800 Euro - bei einer Einzahlung von 14.400 Euro. Dabei wurde eine monatliche Einzahlung von 40 Euro zugrunde gelegt (ohne Berücksichtigung der Sparzulage).
Weiterhin schleppend verläuft der Absatz von "Riester"-Fondsverträgen. In den ersten zwei Quartalen 2004 verzeichnete der BVI einen Zuwachs von gut 15.000 Verträgen. Mit aktuell 300.000 "Riester"-Fondssparern per Ende Juni 2004 bleibt die bisherige Entwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurück. Um das politische Ziel einer flächendeckenden Akzeptanz des zusätzlichen Altersvorsorge-Sparens zu erreichen, bedürfe es allerdings nach Forderungen des BVI radikaler Vereinfachungen.
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