Privat Rechtschutzversicherung

Rechtsschutzversicherung: So wahren Sie Ihre Rechte

Führerschein weg? Ärger mit dem Chef oder Vermieter? Entscheiden Sie selbst, in welchen Bereichen eine Rechtsschutzversicherung für Sie sinnvoll ist.

Hier können Sie günstige Versicherungen entsprechend ihrer individuellen Wünsche vergleichen.

Privat Rechtschutzversicherung

DEURAG > Deurag-Vario ALLRECHT > Allrecht Continentale > ConJure-XL

Deurag-Vario
mtl. 9,58 €*

Allrecht
mtl. 10,00 €*

ConJure-XL
mtl. 8,94 €*

Versicherungssumme:
unbegrenzt

Versicherungssumme:
unbegrenzt

Versicherungssumme:
unbegrenzt

*Versicherungsnehmer (Paar ohne Kinder, geb. 1975 und 1980, Arbeitnehmer)
Versichert ist: Privater Bereich, Selbstbeteiligung: 150 €, Vertragslaufzeit: 3 Jahre, Zahlweise: monatlich

Privat Rechtschutzversicherung

Mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht die Rechte als Patient stärken

Mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht die Rechte als Patient stärken Wann macht eine Patientenverfügung Sinn? Warum sollte zusätzlich eine Vorsorgevollmacht ausgestellt werden? Was muss der Verfasser beachten? Dies und mehr erfahren Sie im folgenden Text. mehr...

Wohngebäudeversicherung als Schutz vor dem Ruin

ph_wohngebaeude.jpgEin Blitzschlag, ein Funke und alles kann dahin sein. Wer glaubt, als Eigenheimbesitzer mit einer Hausratversicherung gegen die meisten bösen Überraschungen abgesichert zu sein, der irrt. Nur eine Wohngebäudeversicherung bewahrt Hausbesitzer vor dem finanziellen Ruin. mehr...

Versicherungen kündigen - wann und wie?

Ob Auto-, Hausrat-, Haftpflicht- oder Krankenversicherung. Es gibt viele Gründe, sich von einer Versicherung zu trennen: Der Beitrag wird erhöht, die Leistung ist schlecht, die Versicherung begleicht einen Schaden nicht, oder sie wird einfach nicht mehr gebraucht. Wer sich mit den Kündigungsfristen und -voraussetzungen auskennt, vermeidet überflüssige Ausgaben und Wartezeiten. mehr...

News

Prozesskosten: Was kostet mich ein Rechtsstreit?(2009-07-30 16:14:16)

Wer einen Zivilprozess verliert, zahlt nicht nur die Kosten für den eigenen Anwalt sondern auch die Gerichtsgebühren und das Honorar des gegnerischen Anwalts. Das kann teuer werden. Wie hoch die Prozesskosten sein können, ob die Rechtsschutzversicherung zahlt und welche finanzielle Unterstützung Sie bekommen können, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Was kann der Streit kosten? Gebühren für Anwalt und Gericht


Justitia ist blind und vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Auch wenn es um die Kosten eines Rechtsstreits geht, sind diese Redensarten nur allzu wahr. Denn, wer in einem Zivilprozess unterliegt, zahlt in der Regel alles. Der Fachmann bezeichnet dies als Prozesskostenrisiko. Und hierbei ist es unerheblich, welche von beiden Parteien die dickere Geldbörse hat. Ausnahme: In der ersten Instanz vor einem Arbeitsgericht muss jede Partei ihre Kosten selbst tragen. Für die Gerichts- und die Anwaltsgebühren gibt es festgelegte Sätze, die sich nach dem Streitwert der Verhandlung richten. Grundlage zur Berechnung der Kosten sind die entsprechenden Tabellen nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und dem Gerichtskostengesetz (GKG). Schnelle Auskunft über einen Prozesskostenrechner Hinzu kommen meist noch gerichtliche Auslagen, zum Beispiel Zeugengeld oder Kosten für Sachverständige. Muss man als Verlierer der Verhandlung auch die Kosten der gegnerischen Seite tragen, wird es richtig teuer. Rechtsschutzversicherungen kommen hierfür auf - in der Regel jedenfalls. Für Geringverdiener oder Hartz IV-Empfänger gibt es auch die Möglichkeit, sich über die Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe eine günstige Unterstützung vom Staat zu holen. Doch was kostet der Prozess? Wer schon vorab ausrechnen will, wie teuer ein Rechtsstreit werden kann, solle das Prozesskostenrisiko mit einem Prozesskostenrechner ermitteln. Das ist gar nicht so kompliziert, wie es sich anhört. Sie müssen lediglich den ungefähren Gegenstandswert Ihrer anstehenden oder laufenden Verhandlung kennen. Wie man den Streitwert einer Scheidung ermittelt und daraufhin die möglichen Prozesskosten berechnet, lesen Sie auf der folgenden Seite.


Was kostet eine Scheidung?


Die Kosten für eine Scheidung richten sich immer nach dem Gegenstandswert. Hierfür ist bei einer einfachen Scheidung ohne weitere Folgesachen das Einkommen der Eheleute die Grundlage zur Berechnung. Das gemeinsame Nettoeinkommen wird mit drei multipliziert. Bei Anwartschaften der gesetzlichen Rente kommt eine Pauschale von 1.000 Euro für den Versorgungsausgleich dazu. Bei privaten Renten wie Riester oder einer betrieblichen Rente werden 2.000 Euro dazu gerechnet. Grundlage zur Berechnung der Kosten sind die entsprechenden Tabellen nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und dem Gerichtskostengesetz (GKG). Ein Rechenbeispiel: Der Mann verdient 2.000 Euro, die Frau 1.000 Euro. (3.000 Euro multipliziert mit 3 sind 9.000 Euro) Dazu 1.000 Euro für den Versorgungsausgleich - das ergibt einen Gegenstandswert von 10.000 Euro. Laut Tabelle fallen hierfür an Gerichts-Gebühren 588 Euro und für den Anwalt 1.469 Euro an (1.215 Euro zzgl. 20 Euro Auslagen und 19 Prozent Mehrwertsteuer). Das wären also insgesamt 2.057,65 Euro für die Scheidung. Haben beide Parteien einen Anwalt, fallen die Anwaltskosten doppelt an. Mit zu verhandelnde Folgesachen wie Sorgerecht oder Unterhalt erhöhen den Gegenstandswert und somit die gesamten Kosten. Die Gerichtskosten werden immer geteilt. Seine Anwaltskosten trägt jeder selbst. Auch wenn es heißt: "Wir nehmen uns einen Anwalt", ist der Anwalt ist immer nur für seinen Mandanten zuständig und kann die Interessen des anderen nicht vertreten. Das mag bei einer einvernehmlichen Scheidung noch gehen, gibt es jedoch Streit um Unterhalt oder Sorgerecht, sollte man sich logischerweise zwei Anwälte nehmen. Die genauen Kosten der Scheidung erfährt man von seinem Anwalt, man kann sie auch vorab über einen online-Prozesskosten-Rechner. In mancher zerrütteten Beziehung sind die Aufwendungen für eine Scheidung eine zusätzliche Belastung. Geringverdiener und Arbeitslose haben hier die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe zu beantragen. Wer das in Anspruch nehmen will, sollte seinen Anwalt danach fragen. Mehr dazu weiter unten in unserem Ratgeber. Lesen Sie auf der folgenden Seite, wie Sie die Rechtschutzversicherung nach ihrem persönlichen Konfliktrisiko auswählen.


Rechtschutzversicherung nach Konfliktrisiko auswählen


Ein Rechtsstreit kann sehr teuer werden. Idealerweise übernimmt jedoch die Rechtschutzversicherung die Kosten für den Anwalt und das Gericht. Eine Rechtsschutzversicherung gibt es für verschiedene Bereiche des täglichen Lebens, die der Kunde auch kombinieren kann. Hierzu empfiehlt sich eine gründliche Analyse des persönlichen Streitpotentials: "Wo kann ich in einen ernsten rechtlichen Konflikt geraten?" So lassen sich überflüssige Absicherungen sparen, denn der Beitrag zur Rechtsschutzversicherung hängt hauptsächlich vom gewünschten Leistungsumfang ab. Für Vielfahrer kann der Verkehrsrechtsschutz sinnvoll sein, Mieter, die häufiger Probleme mit ihrem Vermieter haben, bräuchten einen Mietrechtsschutz und Arbeitnehmer mit einem "schwierigen" Chef könnten sich eine Berufsrechtsschutzversicherung zulegen. Es gibt diese Bausteine meist in verschiedenen Kombinationen, Verkehrs- und Mietrechtschutz sind hingegen auch einzeln zu haben. Separat sind die einzelnen Rechtsschutz-Schwerpunkte meist teurer als im Paket. Über einen Online-Vergleichsrechner kann man sich das passende Versicherungspäckchen zusammenstellen. So erhält man auch einen Überblick über günstige Angebote. Sinnvoll ist es auch, eine Familienversicherung abzuschließen, wenn man den Partner und die Kinder gleich mit absichern will. Durch den Einschluss einer geringen Selbstbeteiligung, beispielsweise 150 Euro, kann man zusätzlich an den Beiträgen sparen. Weiterhin kann auch die persönliche Lebenssituation die Kosten beeinflussen: Beamte und Angehörige des öffentlichen Dienstes zahlen oft günstigere Beiträge und Single-Tarife sind preiswerter als der Normaltarif. Bei speziellen Policen für Senioren wird ab dem Renteneintritt des Versicherten der Berufs-Rechtsschutz gestrichen, denn der wird im Ruhestand meist nicht mehr gebraucht. Selbstständige hingegen müssen zumindest bei einer Privat-Rechtsschutz-Police mit höheren Beiträgen rechnen. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Rechtsschutz für Selbstständige. Lesen Sie auf der folgenden Seite wann eine Rechtsschutzversicherung nicht zahlt.


Wann zahlt die Rechtschutzversicherung nicht?


Die beste Versicherung nützt nichts, wenn sie im Schadensfall nicht zahlt. Deshalb sollte man beachten, dass nicht jeder Fall von einer Rechtsschutz-Versicherung übernommen wird. Generell ausgeschlossen sind juristische Auseinandersetzungen mit der eigenen Rechtsschutzversicherung, von mitversicherten Personen untereinander oder mit dem Versicherungsnehmer. Vorsätzlich begangene Straftaten, Spiel- und Wettverträge, Spekulationsgeschäfte und das Gesellschafts- und Baurecht sind ebenfalls nicht abgedeckt. Wenn im Vertrag von "Beratungs-Rechtsschutz" die Rede ist, übernimmt die Versicherung die Kosten für ein Gespräch beim Anwalt. Landet die Sache jedoch vor Gericht, dürfen Sie selbst zahlen. Beim Erb- und Familienrecht - zum Beispiel bei einer Scheidung - gibt es so gut wie keine Versicherung, die mehr als den Beratungs-Rechtsschutz bietet. Letztendlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass bereits schwelende Konflikte generell nicht von der Rechtsschutzversicherung übernommen werden. Auch alles, was innerhalb der Wartezeit von drei Monaten passiert, ist für die Versicherung tabu. Es bringt also nichts, schnell noch eine Versicherung abzuschließen, wenn "Ärger in der Luft liegt". Eine Ausnahme gibt es beim Verkehrsrechtsschutz. Ebenso ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind Streitigkeiten, die von vornherein keine Aussicht auf Erfolg haben. Unterstützung in Rechtssachen: Informationen zur staatlichen Beratungshilfe gibt es auf der folgenden Seite.


Was ist staatliche Beratungshilfe?


Für Geringverdiener oder Ratsuchende ohne Rechtsschutzversicherung gibt es die Möglichkeit, mit einer geringen Eigenleistung Beratungshilfe in Anspruch zu nehmen. Das bedeutet, dass man sich in rechtlichen Angelegenheiten durch einen Anwalt beraten lassen und sich bei außergerichtlichen Auseinandersetzungen auch vertreten lassen kann. Die Beratungsleistung darf jedoch nicht über eine Rechtsschutzversicherung oder die Mitgliedschaft in einer Organisation wie einem Mieterverein oder einer Gewerkschaft abgedeckt sein. Den Antrag auf Beratungshilfe stellt man bei einem Amtsgericht, wo man auch seine wirtschaftlichen Verhältnisse darlegen muss. Man kann sich auch zuerst Unterstützung bei einem Anwalt suchen und diesen dann bitten, den Antrag auf Beratungshilfe zu stellen. In Bremen und Hamburg wird dies über eine öffentliche Rechtsberatung geregelt und in Berlin kann der Hilfesuchende zwischen der Beratung beim Anwalt und der öffentlichen Beratung wählen. In jedem Fall ist diese Beratung kostenlos, lediglich eine Gebühr von zehn Euro muss der Hilfesuchende übernehmen und auch die kann im Härtefall erlassen werden. Die Beratungshilfe wird zusammen mit der Prozesskostenhilfe laut Bundesministerium für Justiz jedes Jahr von Hunderttausenden in Anspruch genommen. Finanzielle Unterstützung durch die Prozesskostenhilfe - mehr dazu lesen Sie auf der folgenden Seite.


Wer bekommt Prozesskostenhilfe?


Wenn alle außergerichtlichen Bemühungen scheitern, kann über die staatliche Prozesskostenhilfe auch Unterstützung in gerichtlichen Streitigkeiten in Anspruch genommen werden. Wer nach persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen einen Prozess nicht führen kann, hat Anspruch auf Prozesskostenhilfe. Hartz IV-Empfänger erfüllen in der Regel die gesetzlichen Voraussetzungen. Doch auch mit höherem Einkommen kann man unter die Voraussetzungen fallen. Prozesskostenhilfe gibt es bei sehr schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen als Zuschuss, ansonsten muss die Beihilfe in Raten zurückgezahlt werden, je nach finanzieller Lage komplett oder teilweise. Das Gericht prüft vorher sowohl, ob jemand bedürftig ist, als auch ob er Erfolgsaussichten hat, den Prozess zu gewinnen. Damit die Prozesskostenhilfe gewährt wird, darf der Schaden auch nicht anderweitig, z.B. über eine Rechtsschutzversicherung, abgedeckt sein. Die Prozesskostenhilfe deckt neben den Gerichtskosten auch die eigenen Anwaltskosten, und gegebenenfalls noch Ausgaben für Zeugen und Sachverständige ab. Aber nicht die Kosten für den Anwalt der Gegenseite. Wer seinen Prozess verliert und die Anwaltskosten des Gegners tragen muss, bleibt also in jedem Fall darauf sitzen. Streitlustige Zeitgenossen sollten gut überlegen, ob sie ihren Nachbarn wirklich verklagen müssen, oder ob es noch andere Wege der Konfliktlösung gibt. Die Prozesskostenhilfe wird schließlich aus Steuergeldern finanziert. Ohne Antrag beim zuständigen Gericht wird Prozesskostenhilfe - auch bei schlechtesten finanziellen Verhältnissen - nicht gewährt. Und wichtig: Es können nur die Kosten übernommen werden, die ab der Antragstellung entstehen. Zunächst muss der Rechtsuchende im Antrag seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse darlegen. Laufende Einnahmen wie Gehalt, Mieteinnahmen oder Kapitaleinkünfte werden durch verschiedene Freibeträge (für den Antragsteller und Kinder) und Abzüge (Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Wohnkosten etc.) bereinigt, bis das so genannte einzusetzende Einkommen feststeht. Beträgt dieses nicht mehr als 15 Euro, gibt es Prozesskostenhilfe ohne Rückzahlungsverpflichtung. Die prozessführende Partei muss allerdings auch ihr Vermögen einsetzen, soweit dies zuzumuten ist. Eine selbstgenutzte Eigentumswohnung muss in der Regel nicht verkauft werden, um einen Prozess zu finanzieren. Wer über dem Limit von 15 Euro liegt, kann die Prozesskostenhilfe ratenweise zurückzahlen. Die Höhe der monatlichen Raten ist je nach einzusetzendem Einkommen gestaffelt. Man zahlt so lange, bis entweder die entstandenen Kosten komplett beglichen sind oder die Höchstzahl von 48 Raten erreicht ist. Prozesskosten, die darüber liegen, werden erlassen. Doch auch für Antragsteller, denen die Prozesskosten ratenfrei gewährt wurden, kann sich das noch ändern, wenn sich in der Folgezeit ihr Einkommen erhöht: Denn auch nach dem abgeschlossenen Verfahren kann vom Hilfeempfänger verlangt werden, dass er erneut seine finanziellen Verhältnisse offenlegt. Auf diese Weise kann sogar nachträglich eine Ratenzahlung angeordnet werden, bzw. die laufende Rate erhöht werden. Diese Nachprüfung ist aber nur innerhalb von vier Jahren nach dem Prozess möglich. Tipp: Verschlechtern sich die finanziellen Verhältnisse, kann man sich auch direkt an das Gericht wenden, um eine Senkung der Raten zu beantragen.