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Wenn Unternehmen Schulden machen...(2002-09-17 12:00:00)

Commerzbank, BASF, Bosch oder Coca Cola - Schulden müssen sie alle machen. Warum nicht bei Ihnen? Und Anleger können zweifach von festverzinslichen Unternehmensanleihen profitieren.

Zweifache Chance


Wenn Privatpersonen Geld brauchen, wenden sie sich an ihre Bank und beantragen einen Ratenkredit. Bei Unternehmen ist das ähnlich, auch sie machen Schulden bei Banken. Doch Unternehmen haben noch andere Möglichkeiten an Geld zu kommen: Sie können entweder Aktien herausgeben, also Unternehmensanteile verkaufen, oder Kapital von Anlegern leihen. Die Gläubiger erhalten dafür Unternehmensanleihen, auch Industrie-Obligationen oder neudeutsch Corporate Bonds genannt.

Die Kreditgeber können zweifach von den Anleihen profitieren. Einerseits zahlen die Unternehmen natürlich Zinsen. Wie hoch diese ausfallen hängt vom Risiko ab, welches der Gläubiger eingeht. Andererseits besteht die Chance auf Kursgewinne, denn Anleihen werden an der Börse gehandelt, man kann sie also unter Umständen teurer verkaufen, als man sie eingekauft hat. Dabei sind die Schuldverschreibungen weit weniger riskant als Aktien, denn das eingesetzte Kapital erhält man zurück - es sei denn, das Unternehmen hat inzwischen Konkurs angemeldet.

Der Kurs einer Anleihe wird vornehmlich von den aktuellen Geldmarktzinsen beeinflusst. Wenn diese steigen, sinkt in der Regel der Kurswert der Anleihe, denn deren Zinsen sind schließlich (zumindest auf eine gewisse Zeit) festgeschrieben. Umgekehrt darf man sich bei sinkenden Geldmarktzinsen über Kursgewinne freuen. Außerdem spielt die Laufzeit der Anleihe eine Rolle: je näher der Rückzahlungstermin rückt, desto mehr gleicht sich der Wert dem Rücknahmekurs des Papiers an.


Mit Sicherheit Geld verdienen


Wie viel Zinsen es auf eine Anleihe gibt, hängt in erster Linie davon ab, welches Risiko der Anleger, also der Gläubiger eingeht. Je mehr Sicherheit ein Unternehmen bietet, je höher also seine Bonität ist, desto geringer fallen die Zinsen aus. Bei der Bewertung der Bonität kommt es auf die Zahlungsfähigkeit, Haftungsverhältnisse und Gewinnaussichten des Emittenten an.

Für den Laien sind diese Faktoren schwer einzuschätzen, deshalb gibt es sogenannte Rating-Agenturen (am bekanntesten sind Standard & Poor`s und Moody`s). Sie stufen Unternehmen entsprechend ihrer Bonität ein. Die Klassifizierung in Risikogruppen erfolgt mit Buchstabenfolgen.

So wird ein Unternehmen, das mit AAA (Moody`s: Aaa) bewertet ist, mit ziemlicher Sicherheit Zinsen zahlen und den Kredit tilgen. Wenn eine Gesellschaft dagegen mit BB (bzw. Ba2) in der Ratingliste steht, ist es nicht unbedingt sicher, dass man sein Geld wieder sieht, dafür wird die Anleihe besser verzinst.

Die schlechteste Bewertung ist bei beiden Agenturen ein C, was ein extrem hohes Ausfallrisiko kennzeichnet. Für Privatanleger sind derartige Anleihen aber ohnehin nicht geeignet, sie sollten sich an hochrangigen A-Titeln orientieren. Dies sind in der Regel Anleihen von großen, bekannten Unternehmen aus Europa oder den USA, also Gesellschaften, die am Aktienmarkt als sogenannte Blue Chips gehandelt werden.

Derartige Papiere bieten zudem den Vorteil, dass ihre Entwicklung jederzeit in der Zeitung überprüfbar ist. Die Bewertung eines Unternehmens kann sich natürlich ändern. Eine Höher- oder Niedrigerstufung durch die Agenturen wirkt sich sofort auf den Kurswert einer Anleihe aus, die Zinsen sind dadurch aber nicht beeinträchtigt.


Entscheidend ist, was hinten raus kommt


Bei Unternehmensanleihen sind Nominalzinssätze zwischen drei und zehn Prozent üblich. Wie hoch der Effektivzins ist, hängt davon ab, zu welchem Kurs man die Anleihe gekauft hat. Angenommen, der Ausgabekurs einer Anleihe lag bei 100 Euro, als Nominalzins sind 3,75 Prozent festgeschrieben. Nun sinkt der Kurswert der Anleihe auf 95 Euro, etwa weil die Marktzinsen zwischenzeitlich gestiegen sind.

Wer beim gesunkenen Kurswert zugreift und Anleihen kauft, kann sich über einen gestiegenen Effektivzins freuen. Denn er bezahlt nur 95 Euro, verzinst werden aber 100 Euro (soviel ist die Anleihe schließlich wert), der effektive Jahreszins liegt dann bei rund 3,95 Prozent.

Um die tatsächliche Rendite auszurechnen, müsste man aber zusätzlich berücksichtigen, ob der Anleger die Anleihe bis zum Ende ihrer Laufzeit behält, also einen Kursgewinn von 5 Euro einstreicht, oder ob er sie vorher zu einem anderen Kurs verkauft.


Wann kriegt man sein Geld zurück?


Anleihen werden mit verschiedenen Laufzeiten herausgegeben. Man unterscheidet zwischen kurzfristigen Anleihen mit einem Anlagehorizont von 4 Jahren, mittelfristigen Anleihen, bei denen die Laufzeit bis zu 8 Jahre beträgt, und langfristigen Anleihen. Bei Industrieobligationen sind Fristen zwischen 8 und 15 Jahren die Regel.

Da Anleihen an der Börse gehandelt werden, muss man sie natürlich nicht bis zum Ende der Laufzeit behalten. Wichtig ist jedoch: am Fristende wird der Kredit in voller Höhe zurückgezahlt. Es ist also egal, zu welchem Kurs man das Wertpapier einmal gekauft hat, am Ende erhält man auf jeden Fall den Nennwert zurück - es sei denn, das Unternehmen ist vorher pleite gegangen, was bei Anleihen der Risikogruppe A aber kaum der Fall sein dürfte.

Nicht immer erhält der Gläubiger zum festgesetzten Termin den gesamten Kreditbetrag auf einmal zurück, wie es bei der "endfälligen Tilgung" der Fall ist. Es gibt auch Anleihen mit einem "Tilgungsplan". Dabei wird die Tilgungssumme schon während der Laufzeit in Raten zusammen mit den Zinsen ausgezahlt. Die Verzinsung ist entweder festgeschrieben oder variabel, wobei Festzinsen bei Unternehmen mit sehr guter Bonität verbreiteter sind.

Variabel verzinste Anleihen bezeichnet man als Floater. Hier werden die Zinsen jeweils am Ende der Zinsperiode ausgezahlt, gleichzeitig erfährt der Anleger den Zinssatz der nächsten Periode. Die aktuelle Verzinsung beeinflusst natürlich den Kurs des Wertpapiers, für sicherheitsbewusste Anleger sind Floater deshalb weniger geeignet.


Auch der Staat verdient mit


Der Fiskus bittet bei Anleihen mit Kapitalertragssteuer und Spekulationssteuer zur Kasse. Die Kapitalertragssteuer bezieht sich auf die Zinseinnahmen, von denen 30 Prozent sofort an den Staat abgeführt werden.

Hier gelten allerdings die jährlichen Steuerfreibeträge von 1.500 Euro für Ledige und 3.000 Euro für Verheiratete. Zinsgewinne unterhalb dieser Freigrenzen werden in voller Höhe ausgezahlt, sofern man einen Freistellungsauftrag beim depotführenden Institut ausgefüllt hat.

Die Spekulationssteuer bezieht sich auf Kursgewinne. Sie ist aber nur ein Thema, wenn zwischen Kauf und Verkauf der Anleihe weniger als ein Jahr lag. Außerdem gilt eine Freigrenze von 500 Euro pro Jahr.