Deep Discount Stock Brokers

Brokerage - Nichts für Ängstliche

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Binäre Optionen – Finanzprodukt oder Glücksspiel?

Binäre Optionen"Haben sie schon die 22 versucht heute Abend?", flüstert der etwas verlebt wirkende ältere Mann im feinen weißen Smoking einem Spieler von hinten leise ins Ohr. "Ich sagte 22." Hastig platziert der Glücksritter und schon wirbelt die kleine weiße Kugel durch den Roulettekessel - um schlussendlich auf der 22 zu landen. Und beim nächsten Wurf gleich noch einmal. mehr...

Alternativen für langfristige Geldanlagen

ph_sparschwein5 Mit längerfristigen Anlagen binden Sparer ihr Kapital für Zeiträume von mehreren Jahren. Da ein vorzeitiger Ausstieg oft nicht oder nur unter Inkaufnahme erheblicher Verluste möglich ist, sollte eine langfristige Geldanlage mit viel Sorgfalt ausgewählt werden. Insbesondere ist darauf zu achten, dass ein gewähltes Investment der Risikoneigung des Sparers entspricht. mehr...

Aktuelle News zum Goldpreis

Gold-KrugerrandDer Goldpreis pendelt im Juli/August 2013 zwischen dem Tiefststand von 1.200,90 Dollar pro Feinunze, der nach dem Absturz im April am 27. Juni schließlich erreicht worden war, mehr...

News

Discount-Broker haben nur eine begrenzte Sorgfaltspflicht(2003-12-15 12:00:00)

Nach einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) stehen die Sorgfaltspflichten der Europäischen Richtlinie über Wertpapierdienstleistungen einer bankunüblichen Kreditvergabe nicht entgegen (Az.:XI ZR 21/03). Es sei nicht Aufgabe des Discount-Brokers, seine Kunden "durch Begrenzung ihrer Entscheidungsfreiheit vor sich selbst zu schützen". Wie die Kanzlei Tilp & Kälberer berichtet, sei laut dem BGH-Urteil eine Kreditgewährung zu reinen Spekulationszwecken auch dann nicht pflichtwidrig, falls sie "über das nach banküblichen Gepflogenheiten vertretbare Maß hinaus" gewährt werde. Das Urteil erging gegen einen Mandanten der Kanzlei Tilp & Kälberer, der von der damaligen ConSors Discount-Broker AG zum Kauf einer einzigen Aktie des Neuen Marktes einen Überziehungskredit von über 1,2 Mio. DM gewährt bekam.

Seine damaligen finanziellen Verhältnisse gab er gegenüber ConSors wahrheitsgemäß mit einem Nettovermögen von rund 20.000 DM und einem durchschnittlichen Brutto-Jahreseinkommen von rund 30.000 DM an. Somit überstiegen die Kontoüberziehungen die Leistungsfähigkeit des Beklagten bei weitem. Nach Beendigung der Geschäfte verblieb ihm ein Schuldenberg von rund 300.000 DM, den ConSors Discount-Broker AG bei ihm einklagte - der BGH gab ihr Recht.

Die Richter des BGH vertraten die Meinung, dass Discount-Broker grundsätzlich keine individuelle Beratung und Aufklärung erbringen. Direktbroker müssten ihren Kunden lediglich "geeignetes schriftliches Material mit standardisierten Informationen über die in Aussicht genommenen Wertpapiergeschäfte zur Verfügung" stellen, schreiben die Richter im Urteil.

Rechtsanwalt Andreas Tilp ist der Meinung, dass "der BGH mit seinem Urteil Discount-Brokern einen Freibrief erteilt". Laut einer EU-Richtlinie müsse eine Wertpapierfirma "im bestmöglichen Interesse ihrer Kunden handeln". Nun wird der Anleger Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht einlegen.