Berufsunfähigkeit: Die Arbeitskraft absichern

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Worauf Sie bei Abschuss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten sollten:

 

  • Weltweiter Versicherungsschutz
  • Dynamische Erhöhung des Versicherungsschutzes ohne erneute Gesundheitsprüfung
  • Leistung rückwirkend ab Beginn der Berufsunfähigkeit
  • Verzicht auf die abstrakte Verweisung
  • Zahlung bereits bei 50% Berufsunfähigkeit

 

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Ratgeber

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Doch wie überbrückt man die Zeit bis zur eigentlichen Rente, wenn man schon früh nicht mehr arbeiten kann? Von staatlicher Seite ist nicht viel zu erwarten, seit die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung zugunsten einer zweistufigen Erwerbsunfähigkeitsrente abgeschafft wurde. Was zu beachten ist, wenn man sich privat gegen Berufsunfähigkeit absichern will, lesen Sie hier.

Gesetzliche Leistungen bei Berufsunfähigkeit


Seit der Reform der gesetzlichen Rente im Jahr 2001 hat sich auch einiges in der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung geändert. Für alle, die ab dem 2. Januar 1961 geboren wurden, gibt es im Fall der Fälle praktisch keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung mehr. Denn es wird nicht mehr wie vorher zwischen gesetzlicher Berufs- und Erwerbsunfähigkeit unterschieden. Stattdessen gibt es eine zweistufige Erwerbsminderungsrente, die einzig davon abhängt, ob der Versicherte überhaupt noch erwerbstätig sein kann, unabhängig von seinem bisherigen Beruf und den aktuellen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Wer drei bis sechs Stunden am Tag arbeiten könnte - egal in welchem Beruf -, erhält die halbe Erwerbsminderungsrente. Die volle Erwerbsminderungsrente, die der bisherigen Erwerbsunfähigkeitsrente entspricht, gibt es nur für diejenigen, denen keine drei Stunden tägliche Arbeit zugemutet werden können. Und das sind laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rund 38 Prozent des letzten Bruttoeinkommens! Die Rente kann jedoch - je nach Höhe der Einzahlungen in die Rentenversicherung - auch niedriger oder höher ausfallen. Ausgenommen von dieser Regelung sind alle Rentenversicherte, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden. Für sie gilt der Berufsschutz weiterhin. Sie erhalten die halbe Erwerbsunfähigkeitsrente, wenn sie nicht mehr in ihrem bisherigen Beruf arbeiten können. Jüngere Arbeitnehmer beziehen eine Erwerbsminderungsrente nur dann, wenn sie generell nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr berufstätig sein können. Ist allerdings nachweislich keine Teilzeitstelle zu finden, könnten auch diejenigen eine volle - arbeitsmarktbedingte - Erwerbsminderungsrente bekommen, denen von ihrem täglichen Leistungsvermögen her eigentlich nur die halbe Erwerbsminderungsrente zusteht. Zusätzlich muss man mindestens fünf Jahre lang Beiträge gezahlt haben, um überhaupt Anspruch auf die gesetzliche Rente zu erhalten. Während der ersten neun Jahre gelten die Ansprüche nur befristet. Alle drei Jahre wird geprüft, ob der Versicherte nicht wieder arbeitsfähig ist. Alle Arbeitnehmer, die noch mindestens sechs Stunden am Tag irgendeiner Tätigkeit nachgehen können - und davon ist in vielen Fällen auszugehen - erhalten aus der Rentenkasse keinen einzigen Cent.


Zusätzlich privat versichern


Um bei Berufsunfähigkeit den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten, kommt man um eine zusätzliche private Berufsunfähigkeitsversicherung nicht herum. Je früher man sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, desto niedriger sind die monatlichen Beiträge. Schon deshalb sollte man den Abschluss nicht zu lange herausschieben. Hinzu kommt, dass die Beitrittsbarrieren mit dem Alter höher werden. Versicherungen verlangen dann oft Gesundheitsnachweise oder sie verweigern den Abschluss von vornherein. Viele Versicherungsgesellschaften bieten den Schutz bei Berufsunfähigkeit als eigenständige Police an. Beiträge und Leistungen sind hier sehr unterschiedlich, vergleichen Sie die Angebote also genau. Doch der eigenständige Vertrag ist nicht unbedingt der günstigste. Wer Angehörige zu versorgen hat, entscheidet sich am besten für eine Risikolebensversicherung mit Berufsunfähigkeitszusatz. Dieser kombinierte Vertrag ist meist nur unwesentlich teurer, häufig sogar günstiger als die eigenständige Police. Neben der Berufsunfähigkeitsrente ist mit dem Doppelpack auch die Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall gesichert. Auch für Auszubildende und Studenten, die erst später eine Familie gründen werden, ist diese Variante empfehlenswert, selbst wenn die Risikolebensversicherung im Moment noch nicht benötigt wird. Weniger empfehlenswert ist hingegen die Kapitallebensversicherung mit BU-Zusatz. Diese vereint die Leistungen der Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherung mit einem Sparplan. Bei Invalidität übernimmt die Versicherung die Sparbeiträge, die Altersvorsorge ist also auch bei Berufsunfähigkeit gesichert. Aber: Die Beiträge zur Kapitallebensversicherung sind sehr hoch. Zwar kann man die Zahlungen bei Bedarf eine Zeit lang ruhen lassen, doch währenddessen verliert man auch den Berufsunfähigkeitsschutz. Entscheiden Sie sich also lieber für die Risikolebensversicherung mit BU-Zusatz und ein getrenntes Programm zur Altersvorsorge. Pauschal- oder Staffelrente? Wann und wie viel die Versicherung zahlt, hängt davon ab, welche Art der Entschädigung vereinbart wurde. Bei der Pauschalregel wird ab einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit der volle Rentenbetrag ausgezahlt. Liegt der Grad der Berufsunfähigkeit darunter, bekommt man nichts. Wer auch bei einem niedrigeren Berufsunfähigkeitsgrad von der Rente profitieren möchte, wählt die Staffelregel. Dabei erhält man, je nach Regelung, beispielsweise ein Viertel der vereinbarten Rente schon bei 25-prozentiger Berufsunfähigkeit, die volle Leistung aber erst bei 75 Prozent. Bei Berufsunfähigkeit als Folge von schleichenden Krankheiten ist diese Variante geeignet. Der Nachteil: der Kunde muss jede Verschlechterung seines Gesundheitszustands nachweisen und jede Rentenerhöhung neu beantragen. Dabei kommt es oft zu Streitigkeiten mit der Versicherung, die Pauschalregelung hat sich daher in der Praxis als die besser Variante bewährt.


Wie hoch muss die Rente sein?


Was wäre, wenn Sie morgen berufsunfähig würden? Erkundigen Sie sich, wie hoch Ihre Rentenansprüche wären. Summieren Sie die Einkünfte, die Ihnen blieben, wenn Sie Ihrer bisherigen Arbeit nicht mehr nachgehen könnten. Wie viel Geld würde Ihnen monatlich zur Verfügung stehen, etwa durch Mieteinnahmen, Kapitalerträge oder Einkünfte des Partners? Betriebsrente und die gesetzliche Erwerbsminderungsrente? Wenn Sie die Summe dieser Erträge von Ihrem bisherigen Nettoeinkommen abziehen, erhalten Sie die Versorgungslücke, die mit der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ausgeglichen werden muss. Beachten Sie bei der Errechnung der Versorgungslücke, dass Sie auch bei Berufsunfähigkeit weiter Steuern und Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen. Denken Sie auch an die "Rente danach". Die Berufsunfähigkeitsrente deckt schließlich nur den Zeitraum ab, in dem Sie normalerweise erwerbstätig wären. Sie sollten deshalb auch noch Geld für die Altersvorsorge zurücklegen können. Die Versicherungs- bzw. Rentenzahlungsdauer sollte bis zum Eintritt in die reguläre Rente im 60. oder idealerweise 67. Lebensjahr vereinbart werden. Um das Inflationsrisiko abzudecken, bieten Versicherungen eine dynamische BU-Rente an. Im Versicherungsfall würde die Rente dann Jahr für Jahr steigen - bei entsprechend höheren Beiträgen. Im Allgemeinen geht man aber davon aus, dass im Alter ohnehin mehr Geld zur Verfügung steht, etwa weil die Kinder aus dem Haus sind und man höhere Ansprüche aus der gesetzlichen Rente hat. Viel wichtiger ist es daher, in jungen Jahren eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten.


Wichtige Vertragsklauseln


Beim Abschluss der BU-Versicherung sollten Sie sich nicht von bloßen Zahlenspielen beeinflussen lassen. Berechnen Sie nicht nur, wie viel Rente Sie für Ihre Beiträge bekommen, sondern behalten Sie auch die Vertragsbedingungen im Auge. Die Versicherung sollte rückwirkend ab dem ersten Tag der Berufsunfähigkeit zahlen, nicht erst, wenn diese gemeldet wird. Die Meldefrist der Berufsunfähigkeit liegt regulär bei drei Monaten. Achten Sie auf Klauseln, die auch eine nachträgliche Meldung erlauben. Mit rückwirkenden Rentenzahlungen kann man bei verspäteter Meldung meistens aber nicht rechnen, es sei denn, es steht ausdrücklich im Vertrag. Häufig wird Berufsunfähigkeit zunächst nur für sechs Monate prognostiziert. Prüfen Sie, ob die Versicherung nur bei voraussichtlich dauernder Berufsunfähigkeit zahlt. Dann können Sie während des vorläufigen Verdienstausfalls nicht mit Unterstützung rechnen. Steht die so genannte Arztanordnungsklausel im Vertrag, wird die Rente nur dann gezahlt, wenn sich der Versicherte an alle ärztlichen Anordnungen hält. Lehnt er beispielsweise eine Operation ab, erlischt der Versicherungsschutz. Besser ist es daher, die Arztanordnungsklausel ganz zu streichen. Wenn Sie vorübergehend im Ausland arbeiten , sollte die Versicherung auch dort gelten. Verzicht auf "abstrakte Verweisung" : Sehr wichtig ist, dass sich die Versicherungsgesellschaft kein Verweisungsrecht vorbehält. Ansonsten müssten Sie bei Berufsunfähigkeit zunächst auf eine andere, zumutbare Tätigkeit ausweichen, sofern sich dabei soziale Stellung und Einkommenssituation nicht spürbar verschlechtern. Dabei liegt das Arbeitsplatzrisiko beim Versicherten, es spielt also keine Rolle, ob Sie im "Verweisungsberuf" überhaupt eine Stelle bekommen. Wenn im Vertrag ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass der Versicherer auf eine Beitragsanpassungsklausel verzichtet, können Sie sicher sein, dass Ihre Prämie nicht im Nachhinein steigt. Erkundigen Sie sich, inwieweit eine Beitragsfreistellung, bzw. zinslose Stundung der Beiträge möglich ist. Besonders Selbstständige, deren Einkommen häufig schwankt, sollten auf kulante Zahlungsmodalitäten achten. Auf der anderen Seite sollten Sie auf einer Nachversicherungsgarantie bestehen, also die Versicherungssumme oder -dauer auch nach Vertragsabschluss erhöhen können, wenn Sie heiraten oder Kinder bekommen. - Und dies ohne zusätzliche Gesundheitsprüfung. Zum Beitrag: Die Versicherer sind verpflichtet, die Kunden an ihren Überschüssen zu beteiligen. Wählt man die Überschussbeteiligung als Beitragerstattung, zahlt man in der Regel einen geringeren Nettobeitrag. Verringern sich die Überschüsse oder bleiben sie ganz aus, zahlt der Kunde maximal den Bruttobeitrag.


Kundenfreundliche Verträge


Seien Sie beim Ausfüllen der Formulare besonders sorgfältig: Grundsätzlich besteht bei der BU-Versicherung eine Anzeigepflicht aller Krankheiten bis zum Vertragsabschluss. Eine nicht angegebene Grippe kann unter Umständen dazu führen, dass Sie den Versicherungsschutz verlieren. Versuchen Sie also nicht zu schummeln, um in eine niedrigere Beitragsklasse eingestuft zu werden. Im Schadensfall wird die Versicherung ohnehin alle Angaben genau überprüfen. In kundenfreundlichen Verträgen ist der Zeitraum der Gesundheitsbefragung eingeschränkt. Dann wird nur nach ambulanten Behandlungen und Krankenhausaufenthalten der letzten fünf, bzw. zehn Jahre gefragt. Am sichersten ist es, bei der Krankenkasse eine Krankheitsbescheinigung anzufordern, die alle Diagnosen der vergangenen Jahre auflistet. Sämtliche Angaben gegenüber der Versicherung sollten Sie schriftlich machen. Im Streitfall müssen Sie nämlich nachweisen, was Sie angegeben haben. Wer eine Krankheit vergisst oder verschweigt und sie nicht nachmeldet, riskiert, dass die Versicherung nachträglich aus dem Vertrag aussteigt. Die Rücktrittsfrist bei arglistigem Verschweigen beträgt zehn Jahre, die generelle Frist beläuft sich auf fünf Jahre, kulante Gesellschaften reduzieren sie sogar auf weniger. So einfach ist die Kündigung durch die Versicherung ohnehin nicht. Denn hat man seine Aufklärungspflicht unverschuldet verletzt, etwa weil man selbst von der Vorerkrankung nichts wusste, oder bei unklarer Fragestellung im Antrag, ist der Vertrag auch weiterhin gültig. Ein Rücktritt der Versicherung ist aber in jedem Fall ärgerlich, denn gezahlte Beiträge erhält man nicht zurück. Meldet man sich dann bei einem anderen Anbieter an, muss man wegen des höheren Eintrittsalters meistens auch höhere Prämien zahlen.


Wer braucht diese Versicherung?


Generell ist eine BU-Zusatzversicherung für all jene zu empfehlen, die berufstätig sind, oder dies wahrscheinlich einmal sein werden. So kann die Versicherung auch für Kinder, Schüler und Studenten schon sinnvoll sein. Denn je jünger und gesünder man bei Abschluss des Vertrages ist, desto geringer fallen auch die Beiträge aus. Einige Gesellschaften bieten auch Policen für Hausfrauen, bzw. Hausmänner an, denn auch sie sind potentiell berufstätig. Solange man aber (noch) keine konkrete Arbeitsstelle hat, ist nur die generelle Erwerbsunfähigkeit versichert, also der Fall, dass gar kein Beruf ausgeübt werden kann. Erst wenn man tatsächlich einem Beruf nachgeht, gilt die reguläre Berufsunfähigkeitsversicherung. Manche Menschen werden sich aber auch vergeblich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung bemühen. So werden psychisch und physisch chronisch Kranke bei kaum einer Gesellschaft aufgenommen. Andere Personengruppen gelten generell als nicht versicherbar. Dazu gehören Berufstätige mit stark schwankendem und unregelmäßigem Einkommen, etwa Saisonarbeiter, aber auch reisende Händler und Schausteller. Auch wer einem Beruf mit erhöhtem Verletzungsrisiko nachgeht, wie Berufssportler, Rennfahrer, Fluglehrer, Piloten, Taucher und Akrobaten, kann sich nicht gegen Berufsunfähigkeit versichern. Ausgeschlossen sind auch Blinde und Taubstumme. Eine Private Unfallversicherung ist die Alternative für alle, die in die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht aufgenommen werden. So kann man zumindest einen Teil des Berufsunfähigkeits-Risikos abdecken. Invalidität infolge von Krankheiten ist mit der Unfallversicherung allerdings nicht versichert.